WINDSENSOR MIT ABGEFLACHTER VORDERSEITE (FF)

FT702 FF Flat Front Wind SensorDer Windsensor mit abgeflachter Vorderseite wurde für eine schnelle und einfache Installation an einer Montageschiene entworfen und kommt in den meisten Fällen bei der Windturbinensteuerung zum Einsatz.

Die Heizkapazität des Sensors reicht aus, um die Montageschiene zu beheizen. So wird eine Vereisung der Montageschiene, die den Luftstrom durch den Sensor bei starkem Frost behindern könnte, verhindert. Für eine ausreichende Wärmeübertragung vom Sensor muss die Montageschiene eine Wärmeleitfähigkeit von mehr als 120 W/mK aufweisen.

Installation auf einer Windturbinengondel. Ausrichtung der Schiene ermöglicht eine wiederholte fehlerlose Ausrichtung auf die Mittelachse der Turbine.

MONTAGE

Die Montageschiene sollte aus einem geeigneten Werkstoff, z. B. hochwertigem Aluminium für eine gute elektrische und thermische Leitfähigkeit bestehen. Bei der Montage ist die Schiene auf eine lotrechte Position zur Mittelachse der Turbine auszurichten. Dadurch ist der Sensor bei einer späteren Installation automatisch korrekt ausgerichtet. Die abgeflachte Vorderseite am Sensor wird mit nur einer Schraube an der Montageschiene befestigt.

Für eine lange Lebensdauer des Sensors und zum Schutz des Signalkabels und des Steckers ist eine Kaltschrumpfmanschette (FT909) zu verwenden. Ohne Kaltschrumpfmanschette sind Kabel und Stecker den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Diese Belastung des Kabelmantels und des Steckers kann zu Kurzschlüssen oder Drahtbruch im Kabel führen.

Für die Windnachführung der Turbine ist eine korrekte Ausrichtung des Sensors ausschlaggebend. Eine fehlerhafte Ausrichtung des Sensors führt zu einer Fehlausrichtung der Turbine und damit zu einer Beeinträchtigung der Leistungskurve. Die Nullpunktmarkierung dient zur Ausrichtung des Sensors auf die Mittelachse der Turbine. Die Nullpunktrichtung kann auch über den CF-Befehl in der Software korrigiert werden. Siehe Anleitung für weitere Details.

 

SCHUTZ

FT702LT-V22 dimensionsBei der Montage in großer Höhe oder in der Nähe großer Anlagen wie z. B. einer Windturbine kann der Sensor in hohem Maße elektromagnetischen Interferenzen durch statische Entladungen und Blitzschläge in der Umgebung ausgesetzt sein. Die robuste Schutzbeschaltung des Sensors schirmt ihn gegen diese Einwirkung ab, sodass er sogar durch Blitzschläge verursachte Stromstöße von mehr als 4 kA 8/20 μs unbeschädigt übersteht.

Der FT-Sensor ist für das Überstehen indirekter Blitzschläge ausgelegt. Einen direkten Blitzschlag wird er aber ebenso wie andere elektrische Geräte nicht überstehen. Deswegen muss unbedingt ein geeigneter Blitzableiter zusammen mit dem Sensor montiert werden. Das Sensorgehäuse muss zusammen mit dem Blitzableiter geerdet sein. Dabei muss die Erdung durchgehend bis zum Fundament der Windenergieanlage oder des Messmasts, auf dem der Sensor montiert ist, ausgeführt sein. Damit ist eine Ableitung des größten Teils aller Blitzströme vom Sensor sichergestellt.

WINDSENSOR MIT ABGEFLACHTER VORDERSEITE (FF)

Die Montageschiene bzw. der Blitzableiter sollte idealerweise aus hochwertigem Aluminium hergestellt sein. Ist eine Vereisung unwahrscheinlich, ist auch verzinkter Stahl als Alternative möglich. Beide Werkstoffe sind gut leitend und nicht korrosionsanfällig.

Die Abschirmung des Sensorkabels muss an beiden Enden abgeschlossen sein – der Rundum-Abschluss auf der Seite des Computers/Datenerfassungsgeräts in der Schaltschrankwand erfolgt über eine EMV-Kabeldurchführung. Die Signaldrähte sollten dann durch Überspannungsschutzgeräte mit der korrekten Bemessung gemäß dem Abschnitt „Installation“ in der Anleitung geführt werden.

Alle Kontaktflächen müssen für geringstmöglichen Widerstand zur Erde frei von nicht leitenden Beschichtungen und Korrosion sein.

Mit einer Blitzschutz-Checkliste von FT Technologies können Sie überprüfen, ob Ihr Sensor, Computer bzw. Datenerfassungsgerät in geeigneter Weise vor Blitzschlägen geschützt ist. Nehmen Sie für ein Exemplar dieser Checkliste Kontakt zu uns auf. Benötigen Sie eine noch ausführlichere technische Beratung zum Blitzschutz (mehr Details als in den technischen Unterlagen von FT Technologies), wenden Sie sich an  Global Lightning Protection Services  in Dänemark.

STROMVERSORGUNG

Der Sensor aus der FT7-Serie benötigt eine Versorgungsspannung von 12 V bis 30 V DC (24 V DC). Bei eingeschalteter Heizung muss die Stromversorgung (max.) 6 A, andernfalls 30 mA bereitstellen können. Alle elektrischen Anschlüsse zum Sensor sind über mehrpolige Stecker von Fischer oder ODU ausgeführt. Bei digitalen Sensoren sind kabelseitig Steckverbinder mit den folgenden Artikelnummern zu verwenden: SE104Z053-130/8.7 oder SX2F1C-P05NJH9-0001. Bei analogen Sensoren sind kabelseitig Steckverbinder mit den folgenden Artikelnummern zu verwenden: SS104Z129-1 oder SX2F1C-P08NJH9-0001.

Die Pinbelegung sieht vom Fuß des Windsensors mit abgeflachter Vorderseite folgendermaßen aus:

KONFIGURIERUNG

Heizung und Solltemperatur

Bei Gefriertemperaturen sorgt eine aktive Heizung, die auf 30 °C eingestellt ist, für eine optimale Sensorfunktion. Durch das Verhindern der Eisbildung und des Kondensierens von Wasser im Messhohlraum wird die Datenverfügbarkeit optimiert. Außerdem ist eine konstante Gehäusetemperatur besser für die Lebensdauer der elektronischen Komponenten.

Der Sollwert für die Heizung kann entweder mit dem HT-Befehl (siehe Anleitung für weitere Details) oder dem Acu-Test Prüfset eingestellt werden.

Reicht der eingestellte Strom von 4 A nicht aus, kann er in der Software auf 6 A (ab Modell V22) angehoben werden. In diesem Fall müssen Stromversorgung und Verkabelung jedoch auf mindestens 6 Ampere ausgelegt sein.

Filterfunktion

Das interne Filter des Sensors sollte immer eingeschaltet bleiben. Bei Einsatz des Windsensors für Steuerungszwecke sind immer gefilterte Daten zu verwenden. Der Sensor wird mit einem aktivierten Filter und einer Filterdauer von 1,6 Sekunden ausgeliefert.

Statusmeldung (Fehlermeldung)

Analog: Fehler und Messungen außerhalb des Messbereichs werden durch Einstellen der Stromschleifen auf Pegel außerhalb des normalen Bereichs von 4-20 mA angezeigt. Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

Digital: Der integrierte Selbsttest des Sensors zeigt mit einem Fehlermeldungszeichen in der Windgeschwindigkeitsausgabe einen ungültigen Messwert an:

$WI,WVP=020.0,045,1*52<cr><lf> 

Wert ungleich „0“ zeigt ungültigen Messwert an.

Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

TEST

Das Testen der Sensoren erfolgt idealerweise mit dem Acu-Test Prüfset, das eine direkte Sensorverbindung mit dem PC (über USB-Kabel) und eine Echtzeit-Anzeige von Windgeschwindigkeit und Windrichtung ermöglicht. Mit dem Prüfset lassen sich einige Einstellungen wie die Solltemperatur der Heizung verändern.

Acu-Test Pack from FT TechnologiesFür eine andere Art der Kommunikationsprüfung können bei digitalen Sensoren auch Emulatoren für serielle Schnittstellen (wie z. B. HyperTerminal) mit den mitgelieferten Kabeln aus dem Acu-Test Prüfset eingesetzt werden. So können Befehle und Meldungen seriell zum und vom Sensor übertragen werden. HyperTerminal kann hier heruntergeladen werden. Hinweis: FT Technologies haftet nicht für den Inhalt externer Websites.

Weitere Details sind in der Anleitung zu finden. Anleitung anfordern.

Weitere Details zu Verbindungskabeln und Steckern unter Zubehör.

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