Unterstützung / Installation / Oberflächenmontage (SM)

Der FT742 Windsensor zur Oberflächenmontage wurde für die Integration als OEM in eine Vielzahl von technischen Systemen entwickelt und verfügt über einen eigenen Kompass sowie eine Heizung. Anwendungsgebiete sind UAV, Drohnen, Militärfahrzeuge, automome Roboter, tragbare Wetterstationen, CBRN-Erkennungssysteme, Driftbojen sowie die fahrzeug- und schiffsgestützte Meteorologie.

Der Sensor ist drehbar, sodass er auf einen Standardbezugspunkt ausgerichtet werden kann, normalerweise auf magnetisch Nord. Oder aber der integrierte Kompass ist in der Lage, dies automatisch zu berechnen.

Der FT742-SM – ein kleiner, extrem robuster Sensor mit geringem Leistungsverbrauch und einem Gewicht von nur 252 g – wurde umfassend getestet und seine Vibrations- und Stoßunempfindlichkeit sowie Hochfrequenzbeständigkeit sind zertifiziert.

DATENBLATT HERUNTERLADEN
  1. Silikonfreies Schmiermittel auf den O-Ring aufbringen und diesen korrekt in den Sensorsockel einsetzen.
  2. Das Kabel durch die Montagefläche führen und am Sensor befestigen.
  3. Den Sensor auf die Montagefläche setzen und sicherstellen, dass der O-Ring ringsherum glatt liegt.
  4. Den Sensor drehen, um die Montagebohrungen auszurichten. Hinweis: Nicht alle Abstände sind gleich.
  5. Die Montageschrauben (nicht Lieferbestandteil) einsetzen und anziehen. Sicherstellen, dass diese nicht mehr als 5 mm tief in den Sensorsockel hineinragen.

Weitere Informationen und Hinweise zum Einbau in Gebieten, die vermehrt einem Blitzschlagrisiko und salzhaltiger Luft aufgesetzt sind, finden Sie in der Anleitung.

Die Markierung 2 kennzeichnet die Lage der O-Ringnut (FT O-Ring Teilenummer FT029, Herstellerteilenummer: 2-127 O-Ring EPDM 70 Shore). Neue Sensoren werden mit jeweils einem O-Ring geliefert. Der Einsatz von Schmiermitteln am O-Ring hängt von der Materialauswahl ab.

Die O-Ring Klemmverschraubung ist mittels 5x M3 Gewindestiften gesichert. Das Innengewinde hat eine Tiefe von 4,5 mm, die Länge der Gewindestifte ist unter Berücksichtigung der Stärke der Montagefläche festzulegen. Eine regelmäßige Überwachung der Dichtungsschnittstelle wird empfohlen.

Vorsicht: Zu lange M3 Gewindestifte können Schäden am Sensorgewinde und im Sensor hervorrufen.

Der Sensor benötigt eine Versorgungsspannung von 6 V bis 30 V (mindestens 10 V DC bei zugeschalteter Heizung). Bei eingeschalteter Heizung sollte ein maximaler Strom von 2 A bereitgestellt werden, andernfalls 25 mA (29 mA bei eingeschaltetem Kompass).

Alle elektrischen Anschlüsse am digitalen Sensor sind als mehrpolige 8-Wege Steckverbinder am Sockel des Windsensorgehäuses ausgeführt. Die Kontakt-Bezeichnungen am Steckverbinder sind nachstehend aufgeführt. Der Steckverbinder erfüllt die Norm IEC 61076-2-101.

Kontakt: 1
RS422: 0 V
RS485HD: 0 V
FT009 Drahtfarbe*: Braun

Kontakt: 2
RS422: +VE (6030V)
RS485HD: +VE (6-30V)
FT009 Drahtfarbe*: Weiß

Kontakt: 3
RS422: TX Daten A –
RS485HD: N/C
FT009 Drahtfarbe*: Blau

Kontakt: 4
RS422: RX Daten A –
RS485HD: Daten A –
FT009 Drahtfarbe*: Schwarz

Kontakt: 5
RS422: TX Daten B +
RS485HD: N/C
FT009 Drahtfarbe*: Grau

Kontakt: 6
RS422: RX Daten B +
RS485HD: Daten B +
FT009 Drahtfarbe*: Pink

Kontakt: 7
RS422: N/C
RS485HD: N/C
FT009 Drahtfarbe*: Violett

Kontakt: 8
RS422: N/C
RS485HD: N/C
FT009 Drahtfarbe*: Orange

*Vorsicht: Die Drahtfarben gelten nur für die von FT gelieferten FT009 Kabel. In anderen Kabeln können andere Farbschemata eingesetzt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage hier.

Heizung und Solltemperatur

Bei Gefriertemperaturen sorgt eine aktive Heizung, die auf 30 °C eingestellt ist, für eine optimale Sensorfunktion. Durch das Verhindern der Eisbildung und des Kondensierens von Wasser im Messhohlraum wird die Datenverfügbarkeit optimiert. Außerdem ist eine konstante Gehäusetemperatur besser für die Lebensdauer der elektronischen Komponenten.

Der Sollwert für die Heizung kann entweder mit dem HT-Befehl (siehe Anleitung für weitere Details) oder dem Acu-Test Prüfset eingestellt werden.

Reicht der eingestellte Strom von 4 A nicht aus, kann er in der Software auf 6 A angehoben werden. In diesem Fall müssen Stromversorgung und Verkabelung jedoch auf mindestens 6 Ampere ausgelegt sein.

Filterfunktion

Das interne Filter des Sensors sollte immer eingeschaltet bleiben. Bei Einsatz des Windsensors für Steuerungszwecke sind immer gefilterte Daten zu verwenden. Der Sensor wird mit einem aktivierten Filter und einer Filterdauer von 1,6 Sekunden ausgeliefert.

Statusmeldung (Fehlermeldung)

Analog: Fehler und Messungen außerhalb des Messbereichs werden durch Einstellen der Stromschleifen auf Pegel außerhalb des normalen Bereichs von 4-20 mA angezeigt. Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

Digital: Der integrierte Selbsttest des Sensors zeigt mit einem Fehlermeldungszeichen in der Windgeschwindigkeitsausgabe einen ungültigen Messwert an:

$WI,WVP=020.0,045,1*52〈cr〉〈lf〉

A-Wert ungleich „0“ zeigt ungültigen Messwert an.

Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

Das Testen der Sensoren erfolgt idealerweise mit dem Acu-Test Prüfset, das eine direkte Sensorverbindung mit dem PC (über USB-Kabel) und eine Echtzeit-Anzeige von Windgeschwindigkeit und Windrichtung ermöglicht. Mit dem Prüfset lassen sich einige Einstellungen wie die Solltemperatur der Heizung verändern.

Für eine andere Art der Kommunikationsprüfung können bei digitalen Sensoren auch Emulatoren für serielle Schnittstellen (wie z. B. Tera Term oder HyperTerminal) mit den mitgelieferten Kabeln aus dem Acu-Test Prüfset eingesetzt werden. So können Befehle und Meldungen seriell zum und vom Sensor übertragen werden. Hinweis: FT Technologies haftet nicht für den Inhalt externer Websites.

Weitere Details sind in der Anleitung zu finden. Eine Anleitung anfordern.

Weitere Details zu Verbindungskabeln und Steckern unter Zubehör.

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