Unterstützung / Installation / Rohrmontage (PM)

Die FT7er Sensorreihe für Rohrmontage ist zur Installation auf einem Rohr oder einem Pfosten konzipiert. Durch den Verlauf im Innern des Rohrs ist das Verbindungskabel des Sensors zusätzlich vor Blitzschlag bzw. Umwelteinflüssen geschützt. In einer Meeres- oder Offshore-Umgebung haben die Werkstoffe des Rohrmontagesystems eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren.

Der Sensor verfügt über zusätzliche Heizkapazität zum Beheizen des Metalladapters und des Rohrs. So wird eine Vereisung des Adapters, die den Luftstrom durch den Sensor bei starkem Frost behindern könnte, verhindert. Der Aufbau des gesamten Rohrmontagesystems sorgt für eine ausreichende Wärmeübertragung vom Sensor zu allen Metallteilen, um diese eisfrei zu halten.

Das folgende Diagramm zeigt die Installation auf einer Windturbinengondel. Der Rohrmontageadapter (FT090) ermöglicht die mehrfache Montage des Sensors mit automatischer fehlerfreier Ausrichtung auf die Mittelachse der Turbine.

Pipe Mount System for Installation of Heated Anemometer on Wind Turbine

Der Sensor für die Rohrmontage wird mit dem von FT entwickelten Rohrmontageadapter (FT090) auf einem Rohr oder einem Pfosten befestigt. Dies gewährleistet eine robuste Installation, die das Kabel vor externen Einflüssen schützt.

Der Rohrmontageadapter ist für die Befestigung und Ausrichtung im Werk oder am Boden vorgesehen. So kann der Sensor später ohne erneutes Ausrichten entfernt oder ausgetauscht werden.

Für die horizontale Windnachführung der Turbine ist eine korrekte Ausrichtung des Sensors ausschlaggebend. Eine fehlerhafte Ausrichtung des Sensors führt zu einer Fehlausrichtung der Turbine und damit zu einer Beeinträchtigung der Leistungskurve.

Die Nullpunktmarkierung dient zur Ausrichtung des Sensors auf die Mittelachse der Turbine. Die Nullpunktrichtung kann auch über den CF-Befehl in der Software korrigiert werden. Siehe Anleitung für weitere Details

Download Installationsanleitung für Rohrmontage A4258-1.

In Anwendungen, in denen der Sensor in großer Höhe montiert ist bzw. in der Nähe von Maschinen, beispielsweise auf einer Windturbine, können starke elektromagnetische Störungen durch statische Entladungen oder durch Blitzeinschlag in der Nähe auf den Sensor einwirken. Der Sensor verfügt über eine robuste Schutzbeschaltung zur Abschirmung vor solchen Einflüssen. Selbst Stromstöße durch Blitzschläge von mehr als 4 kA 8/20 μs kann der Sensor unbeschadet überstehen.

Der FT-Sensor ist allerdings nur für das Überstehen indirekter Blitzschläge ausgelegt. Einen direkten Blitzschlag wird er aber genauso wie andere elektrische Geräte nicht überstehen. Deswegen muss unbedingt ein geeigneter Blitzableiter zusammen mit dem Sensor montiert werden. Das Sensorgehäuse muss zusammen mit dem Blitzableiter geerdet sein. Dabei ist die Erdung durchgehend bis zum Fundament der Windenergieanlage oder des Messmasts, auf dem der Sensor montiert ist, auszuführen. Damit ist eine Ableitung des größten Teils aller Blitzströme vom Sensor sichergestellt.

Direkter Blitzschlag

Indirekter Blitzschlag

Die Montageschiene bzw. der Blitzableiter sollte idealerweise aus hochwertigem Aluminium oder – falls Vereisung wahrscheinlich kein Thema darstellt – alternativ aus verzinktem Stahl hergestellt sein. Beide Werkstoffe verfügen über eine gute Leitfähigkeit und sind korrosionsbeständig.

Die Abschirmung des Sensorkabels muss an beiden Enden aufliegen – der Rundum-Abschluss auf der Seite des Computers/Datenerfassungsgeräts in der Schaltschrankwand erfolgt über eine EMV-Kabeldurchführung. Die Signaldrähte sollten dann durch Überspannungsschutzgeräte geführt werden, deren Bemessung gemäß dem Abschnitt „Installation“ in der Anleitung korrekt ausgeführt ist.

Alle Kontaktflächen müssen für geringstmöglichen Widerstand zur Erde frei von nicht leitenden Beschichtungen und Korrosion sein.

Mit einer Blitzschutz-Checkliste von FT Technologies können Sie überprüfen, ob Ihr Sensor, Computer bzw. Datenerfassungsgerät in geeigneter Weise vor Blitzschlägen geschützt ist. Um ein Exemplar dieser Checkliste zu erhalten, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Der Sensor aus der FT7-Serie benötigt eine Versorgungsspannung von 12 V bis 30 V DC (24 V DC). Bei eingeschalteter Heizung muss die Stromversorgung (max.) 6 A, andernfalls 30 mA bereitstellen können. Alle elektrischen Anschlüsse zum Sensor sind über mehrpolige Stecker von Fischer oder ODU ausgeführt. (Bei digitalen Sensoren haben die Steckverbinder kabelseitig folgende Artikelnummern: SE104Z053-130/8.7 bzw. SX2F1C-P05NJH9-0001. Bei analogen Sensoren lauten die Steckverbinder kabelseitig: SS104Z129-1 bzw. SX2F1C-P08NJH9-0001).

Die Pinbelegung am Fuß des Windsensors zur Rohrmontage ist wie folgt:

Heizung und Solltemperatur

Bei Gefriertemperaturen sorgt eine aktive Heizung, die auf 30 °C eingestellt ist, für eine optimale Sensorfunktion. Durch das Verhindern der Eisbildung und des Kondensierens von Wasser im Messhohlraum wird die Datenverfügbarkeit optimiert. Außerdem ist eine konstante Gehäusetemperatur besser für die Lebensdauer der elektronischen Komponenten.

Der Sollwert für die Heizung kann entweder mit dem HT-Befehl (siehe Anleitung für weitere Details) oder dem Acu-Test Prüfset eingestellt werden.

Reicht der eingestellte Strom von 4 A nicht aus, kann er in der Software auf 6 A (ab Modell V22) angehoben werden. In diesem Fall müssen Stromversorgung und Verkabelung jedoch auf mindestens 6 Ampere ausgelegt sein.

Filterfunktion

Das interne Filter des Sensors sollte immer eingeschaltet bleiben. Bei Einsatz des Windsensors für Steuerungszwecke sind immer gefilterte Daten zu verwenden. Der Sensor wird mit einem aktivierten Filter und einer Filterdauer von 1,6 Sekunden ausgeliefert.

Statusmeldung (Fehlermeldung)

Analog: Fehler und Messungen außerhalb des Messbereichs werden durch Einstellen der Stromschleifen auf Pegel außerhalb des normalen Bereichs von 4-20 mA angezeigt. Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

Digital: Der integrierte Selbsttest des Sensors zeigt mit einem Fehlermeldungszeichen in der Windgeschwindigkeitsausgabe einen ungültigen Messwert an:

$WI,WVP=020.0,045,1*52〈cr〉〈lf〉

Ein Wert ungleich „0“ zeigt ungültigen Messwert an.

Das eingesetzte Datenerfassungs- oder Steuerungssystem muss diese unzulässigen Daten verarbeiten können. Siehe Anleitung für weitere Details.

Das Testen der Sensoren erfolgt idealerweise mit dem Acu-Test Prüfset, das eine direkte Sensorverbindung mit dem PC (über USB-Kabel) und eine Echtzeit-Anzeige von Windgeschwindigkeit und Windrichtung ermöglicht. Mit dem Prüfset lassen sich einige Einstellungen wie die Solltemperatur der Heizung verändern.

Für eine andere Art der Kommunikationsprüfung können bei digitalen Sensoren auch Emulatoren für serielle Schnittstellen (wie z. B. Tera Term oder HyperTerminal) mit den mitgelieferten Kabeln aus dem Acu-Test Prüfset eingesetzt werden. So können Befehle und Meldungen seriell zum und vom Sensor übertragen werden. Hinweis: FT Technologies haftet nicht für den Inhalt externer Websites.

Weitere Details sind in der Anleitung zu finden. Anleitung anfordern.

Weitere Details zu Verbindungskabeln und Steckern siehe Zubehör.

Acu-Test Datenblatt Digitale Sensoren

Acu-Test Datenblatt Analoge Sensoren